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Wohnungsgeberbescheinigung

Was steckt hinter der Wohnungsgeberbescheinigung?

Seit 2015 im November gibt es wieder die gesetzlich vorgegebene Wohnungsgeberbescheinigung. Immer wieder werden Mieter mit dieser Tatsache konfrontiert. Wer jetzt umzieht, muss sich auch damit auseinandersetzen und dieses Formular bei der Anmeldung oder Ummeldung beim Einwohnermeldeamt vorlegen. Durch die Änderung werden auch neue Mieter oder Vermieter, die nur selten neu Vermieten mit neuen Tatsachen konfrontiert. Dabei handelt es sich hier nur um ein Formular, das den tatsächlichen Wohnort von Mietern bestätigen soll. Fall Sie auf einen Vermieter treffen, der hier unerfahren und skeptisch ist, nutzen Sie Ihr Wissen und sorgen Sie für Aufklärung, denn gerade die Strafen, die den Vermieter hier treffen können, sollte dieser sich weigern die Wohnungsgeberbescheinigung zu unterscheiben, sind sehr hoch und doch so unnötig.

Wohnungsgeberbescheinigung / Einzugsbestätigung

Aber was genau ist die Wohnungsgeberbescheinigung, woher kommt diese, wie ist der Ablauf und auf was muss hier geachtet werden? Genau damit möchten wir uns hier genauer beschäftigen und sowohl Mieter als auch Vermieter mit dem Thema vertraut machen und so für einen einfachen und schnellen, reibungslosen Ablauf sorgen.

So können alle Unklarheiten, die bei Mietern und vor allem auch vielleicht bei den Vermietern bestehen, ausgeräumt werden und es besteht Sicherheit bei beiden Parteien.

Was genau ist eine Wohnungsgeberbescheinigung und warum gibt es diese?

Eine Wohnungsgeberbescheinigung ist ein Formular, in dem der Vermieter, der Wohnungsgeber, bescheinigt, dass der Mieter tatsächlich in die angegebene Adresse eingezogen ist. Die Wohnungsgeberbescheinigung ist kein neues Formular oder eine neue Erfindung, sondern wurde tatsächlich erst im November 2002 abgeschafft. Dadurch viel diese Formalität bei der Ummeldung im Einwohnermeldeamt weg.

Seit dem November 2015 gibt es die Wohnungsgeberbescheinigung aber wieder. So müssen nun alle Mieter, die umziehen, eine neue Wohnung beziehen diese Bescheinigung ausfüllen und dann bei der Anmeldung oder Ummeldung im Einwohnermeldeamt der jeweiligen Gemeinde vorlegen. Genau, wie es die Pflicht gibt, sich innerhalb von 14 Tagen umzumelden ist auch die Wohnungsgeberbescheinigung Pflicht und muss innerhalb derselben Frist eingereicht werden. So lassen sich Scheinadressen vermeiden.

Was genau beinhaltet die Wohnungsgeberbescheinigung nun aber und wie wird dies gehandhabt?

Was gehört in die Wohnungsgeberbescheinigung?

Die Wohnungsgeberbescheinigung muss folgende Daten enthalten:

  • die Daten der meldepflichtigen Personen
  • das Einzugsdatum
  • die Daten der Wohnung die genaue Adresse
  • die Daten des Wohnungsgebers
  • die Adresse des Wohnungsgebers
  • die Unterschrift des Wohnungsgebers

Mit diesem Formular bescheinigt der Vermieter, der Wohnungsgeber, dass die Mieter oder der Mieter tatsächlich unter dieser Adresse wohnen. Scheinadressen sind so nicht mehr möglich. Wichtig ist hier auch, dass alle Personen, die in die Adresse einziehen und dabei meldepflichtig sind, auf der Wohnungsgeberbescheinigung eingetragen werden. Keine Angst es gibt die Möglichkeit mehrere Personen einzutragen, hier muss nicht jeder Mieter ein eigenes Formular ausfüllen.

Wer füllt die Wohnungsgeberbescheinigung aus?
Nun stellt sich wohl die Frage, wer das Formular ausfüllen muss. In der Regel füllen die Mieter das Formular aus und geben dieses dem Vermieter zur Unterschrift. Es ist allerdings nicht erheblich, wer die Wohnungsgeberbescheinigung ausfüllt, wichtig ist, dass alle Daten enthalten sind und der Vermieter bescheinigt, dass der Mieter tatsächlich eingezogen ist. Sie können das Formular als Mieter als Vermieter oder einfach gemeinsam mit dem Vermieter ausfüllen. So lässt sich besser nachvollziehen, wo die Personen tatsächlich wohnen.

Wer ist Vermieter beziehungsweise Wohnungsgeber?
Wer ist nun aber der Vermieter und kann nur dieser die Wohnungsgeberbescheinigung unterscheiben oder gibt es hier auch Ausnahmen? Generell gilt, dass immer der Vermieter, also der Wohnungsgeber die Bescheinigung unterschreiben muss. Allerdings gibt es auch Konstellationen und Situationen, in denen der Vermieter eine Person seiner Wahl berechtigen kann, die Wohnungsgeberbescheinigung auszufüllen. Gerade bei großen Objekten ist dies oft der Fall. Auch wenn Vermieter die Eigentürmer mehrerer zu vermietenden Immobilien sind, kann hier oft eine Gesellschaft beauftragt werden, die sich um alle Angelegenheiten die Vermietungen betreffen kümmern. Genau in diesen Fällen gibt es eine Person, der verantwortlichen Gesellschaft, die berechtigt ist, die Wohnungsgeberbescheinigung auszufüllen.
Dies können auch Verwandte sein, die sich um die Vermietung der Immobilien kümmern und vom Vermieter eine Berechtigung erhalten haben. Es muss also nicht immer der Eigentümer des Hauses, der Wohnung sein, sondern kann auch eine berechtigte andere Person sein, die die Wohnungsgeberbescheinigung unterscheiben kann.

Was passiert bei einer Untermiete?
Wie verhält sich die Berechtigung, wenn der Hauptmieter bestimmte Bereiche, Wohnraum oder die ganze Wohnung untervermietet? Wird auch dann die Unterschrift vom eigentlichen Vermieter benötigt?

In diesem Fall wird dann der Hauptmieter zum Vermieter und Wohnungsgeber und ist somit berechtigt, die Wohnungsgeberbescheinigung zu unterscheiben. Gerade bei Vermietungen auf Zeit, auch dann ist eine Wohnungsgeberbescheinigung nötig, bei Wohngemeinschaften oder auch bei Kindern, die im Elternhaus wohnen, ist das oft der Fall. Dann werden die eigentlichen Hauptmieter automatisch zu den Wohnungsgebern und sind somit berechtigt, die Wohnungsgeberbescheinigung zu unterscheiben. So können auch Eltern oder Freunde, je nach dem wer der Hauptmieter ist, die Wohnungsgeberbescheinigung unterschreiben.

Was passiert, wenn es sich um das eigene Eigentum handelt?
Der Umzug in das eigene neue Heim ist aufregend, aber auch hier stellt sich die Frage, ist eine Wohnungsgeberbescheinigung nötig und wenn ja, wer ist hier berechtigt, diese zu unterschreiben? Tatsächlich ist es auch hier nötig, eine Wohnungsgeberbescheinigung einzureichen, auch wenn der Umzug in das Eigenheim, die Eigentumswohnung stattfindet. Allerdings ist der Ablauf hier noch einfacher, denn in diesem Fall können Sie die Wohnungsgeberbescheinigung selbst ausfüllen. Zusätzlich fügen Sie dieser dann noch ein formloses Schreiben bei, dass Sie selbst der Eigentümer der Wohnungsgeber sind. So sind alle Formalitäten einfach und schnell erledigt.

Warum gibt es die Wohnungsgeberbescheinigung wieder?

Wie bereits erwähnt, ist die Wohnungsgeberbescheinigung kein neues Formular und auch keine neue Vorgabe. Erst im Jahr 2002 wurde die Bescheinigung abgeschafft. Allerdings ergab sich darauffolgend eine große Steigerung an Kriminalität, denn durch die fehlende Bescheinigung war es für jeden einfach möglich, sich an einer bestimmten Adresse zu melden, ohne, dass dort wirklich ein Einzug stattgefunden haben muss. Die sogenannten Scheinadressen wurden immer mehr. So lassen sich die Personen nach Straftaten oder kriminellen Handlungen nicht auffinden und die Kriminalität im Allgemeinen stieg an. Auch Scheinfirmen oder Briefkastenfirmen lassen sich ohne eine Wohnungsgeberbescheinigung einfach und schnell einrichten und können doch so großen Schaden verursachen. Aus diesem Grund wurde im November 2015 die Wohnungsgeberbescheinigung wieder eingeführt. So gilt nun für jeden Mieter, bei der Ummeldung muss dieses Formular vom Vermieter unterschrieben werden. So werden die Scheinadressen vermieden und auch die Verlockung zur Kriminalität sinkt wieder. Vermieter, die hier bei einer Scheinadresse mithelfen, drohen empfindliche Strafen, dazu finden Sie im nächsten Absatz nähere Informationen.
Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es und was sagen die Vorgaben?

Für alle Dokumente und Formulare, die den Wohnort betreffen, ist das Bundesmeldegesetz zuständig. Hier ist auch festgeschrieben, dass jeder Mieter in Deutschland seinen Wohnsitz innerhalb von 14 Tagen ummelden muss, falls sich dieser ändert. Das gilt für alle, die einen Wohnsitz in Deutschland haben, und betrifft auch Eigenheimbesitzer.

Im Paragraf 19 des Bundesmeldegesetzes ist auch die Wohnungsgeberbescheinigung festgeschrieben. Auch diese muss wie die Ummeldung innerhalb von 14 Tagen nach Einzug beim Einwohnermeldeamt vorgelegt werden. Dazu gibt es auf dem Einwohnermeldeamt ein spezielles Formular, das aber auch schon vor der Ummeldung einfach per PDF heruntergeladen und dann sofort ausgefüllt werden kann. Wichtig ist hier immer, dass alle Daten betreffend die Adresse, des Mieters, des Vermieters und auch das Einzugsdatum vermerkt sind. Der Vermieter ist dazu verpflichtet, die Wohnungsgeberbescheinigung zu unterscheiben. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Scheinadressen vermieden werden können.

Das Gesetz sieht hier auch empfindliche Strafen für Vermieter und Mieter vor, denn es ist Pflicht, die Wohnungsgeberbescheinigung auszufüllen und zu unterscheiben.

Weigert sich der Vermieter die Wohnungsgeberbescheinigung auszufüllen, sollten Mieter dies unverzüglich im Einwohnermeldeamt melden, denn dem Vermieter kann hier eine Strafe von bis zu 1000 Euro drohen. Dies gilt auch für den Mieter, sollte sich dieser weigern, die Wohnungsgeberbescheinigung abzugeben oder auszufüllen. Dem Vermieter können zusätzliche hohe Strafen drohen, wenn dieser einer anderen Person anbietet, die Wohnungsgeberbescheinigung zu unterscheiben, obwohl kein tatsächlicher Einzug stattfindet. In diesem Fall können Vermietern Strafen von bis zu 50.000 Euro drohen.
Mit den hohen Strafen soll den Scheinadressen noch deutlicher entgegengewirkt werden. Die Bürger sollen aufmerksam gemacht werden und so die Kriminalitätsrate deutlich gesenkt werden.

Sollten Sie ein Problem mit dem Vermieter haben, können Sie genau mit diesen Fakten punkten, denn nicht jeder Vermieter kennt sich immer mit den neuesten Regelungen aus und kann so auch schnell überfordert sein, gerade wenn es um private Vermietungen geht. Dabei muss hier auch niemand Angst vor der komplizierten deutschen Bürokratie haben, denn die Wohnungsgeberbescheinigung ist ein einfach strukturiertes und einfach verständliches Formular, das lediglich dazu dient, sicherzustellen, dass keine Scheinadressen eingerichtet werden.

Wo gibt es die Formulare und wie kann die Wohnungsgeberbescheinigung ausgestellt werden?

Das Formular der Wohnungsgeberbescheinigung gibt es auf dem Einwohnermeldeamt. Um sich hier aber viele Laufwege zu ersparen und damit den Prozess auch deutlich zu vereinfachen, gibt es die Formulare auch im Internet zum Download. Entweder auf der Seite des Einwohnermeldeamtes oder auch hier. So können Sie die Ummeldung zu Hause schon vorbereiten, die Unterschrift des Vermieters gleich einholen und müssen nur noch einmal zum Einwohnermeldeamt, um alles zu erledigen. Es gibt aber auch noch einen anderen Weg, um die Wohnungsgeberbescheinigung zu erteilen.

1. Schriftlich beim Einwohnermeldeamt
Der gängigste Weg ist wohl die schriftliche Form, hier gibt es das Formular online oder auch auf dem Einwohnermeldeamt.
2. Elektronisch über die Website des Einwohnermeldeamtes
Aber natürlich ist es auch möglich, die Wohnungsgeberbescheinigung elektronisch zu übermitteln. Hier ist der Vermieter gefragt. Dieser kann sich ein Profil auf der Website des zuständigen Einwohnermeldeamtes anlegen und über dieses alle Daten übermitteln. Die Wohnungsgeberbescheinigung erfolgt so gleich digital und liegt dem Einwohnermeldeamt schon vor, wenn Sie sich für die Ummeldung dort einfinden. Dafür benötigen Sie dann das Zuordnungsmerkmal, das der Vermieter bei der Übermittlung erhält.
Auf was sollte besonders geachtet werden, Tipps für den Ablauf!

Der Ablauf der Wohnungsgeberbescheinigung ist einfach und unkompliziert. Hier sollten eigentlich keine großen Probleme auftreten. Genau darauf wird auch großer Wert gelegt. Es soll keine Strafe sein, sondern ein Schutz für alle, denn die Kriminalitätsrate durch Scheinadressen ist deutlich gestiegen durch den Wegfall genau dieser Bescheinigung. Auch das Formular ist kein kompliziertes Beamtendeutsch, sondern einfach und schlicht gehalten. Also keine Angst.

Der Ablauf gestaltet sich recht einfach und bedarf keines großen Aufwandes.

Ablauf mit aufgefülltem Formular
Sie drucken sich das Formular per PDF-Download einfach aus, füllen alle Daten aus und lassen sich das Formular vom Vermieter, vom Wohnungsgeber unterschreiben. Sollten Sie bei einer großen Gesellschaft oder einem großen Vermieter einziehen, kann es sein, dass dort bereits vorgesorgt ist und die Formulare vorrätig sind.
Mit dem ausgefüllten Formular gehen Sie dann, wie gewohnt zur Ummeldung oder Anmeldung auf das zuständige Einwohnermeldeamt. Das Formular wird für die Ummeldung benötigt und schon sind alle nötigen Formalitäten erledigt und Sie können sich auf das neue zu Hause freuen.
– Ablauf mit elektronisch übermittelter Wohnungsgeberbescheinigung
Falls Sie bei einem Vermieter einziehen, der schon sehr erfahren ist oder auch eine große Verwaltung für die Vermietungen zuständig ist, kann es auch sein, dass die elektronische Wohnungsgeberbescheinigung hier zum Tragen kommt.
Dieser Weg macht es für Sie noch einfacher, denn der Vermieter übermittelt die Wohnungsgeberbescheinigung digital, Sie müssen hier nichts mehr tun. Lediglich müssen Sie bei der Ummeldung oder Anmeldung im zuständigen Einwohnermeldeamt das Zuordnungsmerkmal, das der Vermieter bei der elektronischen Übermittlung für Sie erhält, mitteilen. Lassen Sie sich also das Zuordnungsmerkmal von Ihrem Vermieter geben und schon geht alles ganz einfach.
Ein einfacher Ablauf und mit etwas Vorbereitung ergibt sich hier kein großer Aufwand oder gar Mehraufwand. Mit etwas Planung lässt sich doppelte Arbeit ersparen.

Tipps:

  • Drucken Sie sich das Formular der Wohnungsgeberbescheinigung schon im Voraus aus.
  • Nehmen Sie das Formular gleich mit zu einem Gespräch mit dem Vermieter, das sowieso stattfindet, so lassen sich viel Zeit und Wege sparen.
  • Vergessen Sie das ausgefüllte Formular nicht, wenn es zur Ummeldung auf das Einwohnermeldeamt geht.
  • Wichtig auch, wenn Sie wieder in das Elternhaus ziehen oder ein Eigenheim beziehen, bereiten Sie sich vor und treffen die nötigen Vorarbeiten, denn auch hier ist eine Wohnungsgeberbescheinigung nötig.
    Mit diesen einfachen Vorbereitungen und Tipps geht alles, wie gewohnt seinen Weg und Sie haben keinen zusätzlichen Stress, denn den gibt es bei einem Umzug schon genug. Viel Spaß im neuen zu Hause.

Wo finde ich eine Wohnungsgeberbestätigung als Online Formular?