Alles rund um die Wohnungsgeberbescheinigung

Wohnungsgeberbescheinigung Online Formular.

Die Wohnungsgeberbescheinigung ist ein Formular, das seit 2015 jeder Mieter vorlegen muss, wenn sich dieser auf dem Meldeamt anmeldet. Oft werden viele Mieter und auch Vermieter mit diesem Thema zum ersten Mal konfrontiert. Da die Wohnungsgeberbescheinigung erst seit 2015 wieder vorgeschrieben ist, gibt es immer wieder Verwirrungen, wenn ein Umzug ins Haus steht. Die Wohnungsgeberbest√§tigung ist aber keine neue Angelegenheit, sondern war Jahre lang Pflicht, wenn es um die Meldebescheinigung ging. Allerdings wurde die Bescheinigung schon lange abgeschafft und ist deshalb aus dem Ged√§chtnis der meisten Vermieter und auch Mieter verschwunden. Anders als bei vielen anderen deutschen b√ľrokratischen Formularen ist die Wohnungsgeberbescheinigung allerdings kein Formular, vor dem man Angst haben muss. Hier handelt es sich um ein einfaches und kurzes Formular, das wirklich schlicht gehalten ist und von jedem einfach ausgef√ľllt werden kann.

Was genau ist eine Wohnungsgeberbescheinigung ?

Bei der Wohnungsgeberbescheinigung handelt es sich um ein Formular, das jeder Mieter bei einer neuen Anmeldung oder Ummeldung des Wohnortes ausgef√ľllt abgeben muss. Die Wohnungsgeberbescheinigung ist Pflicht und das seit November 2015. Der Vermieter unterschreibt das Formular und best√§tigt so, dass der Mieter tats√§chlich in der angegebenen Adresse wohnt.

In Deutschland gilt das Gesetz, dass jeder Umzug und Wohnungswechsel beim Einwohnermeldeamt gemeldet werden muss. Hier ist auch festgeschrieben, dass eine solche Ummeldung innerhalb von 14 Tagen erfolgen muss. Diesen Vorgang kennt wohl jeder, nach einem Umzug geht man zum Einwohnermeldeamt der jeweiligen Gemeinde und f√ľllt hier eine Anmeldung aus.

Seit November 2015 geh√∂rt hierzu nun auch die Wohnungsgeberbescheinigung. Hierf√ľr gibt es vom Einwohnermeldeamt ein Formular, das ausgef√ľllt und vom Vermieter unterschieben werden muss. Wer sich hier nicht auskennt, kann schnell doppelten Aufwand haben. Nicht alle Vermieter kennen sich mit der neuen Gesetzeslage aus und sind so auch nicht darauf vorbereitet.

Wohnungen werden in der Regel nicht in kurzen Abst√§nden vermietet, gerade in l√§ndlichen Gegenden, in denen nicht viele Studenten leben, werden Wohnungen √ľber Jahre hinweg vermietet und somit ist die neue Gesetzeslage nicht immer im Bewusstsein der Vermieter und auch Mieter.

Um sich viele Wege zu ersparen und gleich bestens vorbereitet zu sein, lohnt es sich auch als Mieter gut vorbereitet zu sein. So lässt sich das passende Formular einfach und schnell aus dem Internet herunterladen und kann gleich bei Vertragsabschluss vom Vermieter unterzeichnet werden. Mit einer solchen kleinen Vorbereitung lässt sich dann der doppelte Weg zum Einwohnermeldeamt sparen und die Wohnungsgeberbescheinigung kann sofort vorgelegt werden.

Mit dem Formular bestätigt der Vermieter lediglich, dass der namentlich genannte Mieter auch tatsächlich in die angegebene Adresse eingezogen ist. So lassen sich viele Probleme vermeiden und sowohl Mieter als auch Vermieter sind auf der sicheren Seite.
Die Wohnungsgeberbescheinigung ist √ľbrigens keine neue Erfindung, sondern diese war bis 2002 gesetzlich vorgeschrieben und wurde erst in diesem Jahr abgeschafft. So sollten die Abl√§ufe vereinfacht werden. Ganze 13 Jahre gab es die Wohnungsgeberbescheinigung nicht. F√ľr die Wiedereinf√ľhrung dieses wichtigen Formulars gibt es allerdings ganz vielf√§ltige Gr√ľnde.

Gesetzliche Grundlage und umgangssprachliche Begrifflichkeiten!

Unwissenheit sch√ľtzt vor Strafe nicht, das ist eine Grundlage, die f√ľr alle Vorgaben und Gesetze gilt. Nun l√§uft man bei der Wohnungsgeberbescheinigung nicht so schnell Gefahr eine Strafe zu riskieren, allerdings gibt es f√ľr das nicht Erbringen der Wohnungsgeberbescheinigung empfindliche Strafen, die auferlegt werden k√∂nnen.
Allerdings bekommen Sie, auch wenn Sie kein Formular direkt zur Ummeldung mitbringen, ein solches ausgehändigt und können dies Nachreichen. So haben Sie zwar mehr Wege, können aber auf jeden Fall einer Strafe entgehen.

Die Wohnungsbest√§tigung ist gesetzlich vorgeschrieben und im Paragrafen ¬ß19 des Bundesmeldegesetztes ausgef√ľhrt:

§ 19 Bundesmeldegesetz
(1) Der Wohnungsgeber ist verpflichtet, bei der Anmeldung mitzuwirken. 2Hierzu hat der Wohnungsgeber oder, eine von ihm beauftragte Person, der meldepflichtigen Person den Einzug schriftlich oder gegen√ľber der Meldebeh√∂rde nach Absatz 4 auch elektronisch innerhalb der in ¬ß 17 Absatz 1 genannten Frist zu best√§tigen. 3Er kann sich durch R√ľckfrage bei der Meldebeh√∂rde davon √ľberzeugen, dass sich die meldepflichtige Person angemeldet hat. 4Die meldepflichtige Person hat dem Wohnungsgeber die Ausk√ľnfte zu geben, die f√ľr die Best√§tigung des Einzugs erforderlich sind. 5Die Best√§tigung nach Satz 2 darf nur vom Wohnungsgeber oder einer von ihm beauftragten Person ausgestellt werden.

(2) Verweigert der Wohnungsgeber oder eine von ihm beauftragte Person die Best√§tigung oder erh√§lt die meldepflichtige Person sie aus anderen Gr√ľnden nicht rechtzeitig, so hat die meldepflichtige Person dies der Meldebeh√∂rde unverz√ľglich mitzuteilen.

(3) Die Bestätigung des Wohnungsgebers enthält folgende Daten:

‚Äď Name und Anschrift des Wohnungsgebers und, wenn dieser nicht Eigent√ľmer ist, auch den Namen des Eigent√ľmers,
‚Äď Einzugsdatum,
‚Äď Anschrift der Wohnung sowie
‚Äď Namen der nach ¬ß 17 Absatz 1 meldepflichtigen Personen.

(4) 1Bei einer elektronischen Best√§tigung gegen√ľber der Meldebeh√∂rde erh√§lt der Wohnungsgeber ein Zuordnungsmerkmal, welches er der meldepflichtigen Person zur Nutzung bei der Anmeldung mitzuteilen hat. 2¬ß 10 Absatz 2 und 3 gilt entsprechend. 3Sofern die Meldebeh√∂rde weitere Formen der Authentifizierung des Wohnungsgebers vorsieht, ist sicherzustellen, dass Ma√ünahmen nach den Artikeln 24, 25 und 32 der Verordnung (EU) 2016/679 getroffen werden.

(5) Die Meldebeh√∂rde kann von dem Eigent√ľmer der Wohnung und, wenn er nicht selbst Wohnungsgeber ist, auch vom Wohnungsgeber Auskunft verlangen √ľber Personen, welche bei ihm wohnen oder gewohnt haben.

(6) Es ist verboten, eine Wohnungsanschrift f√ľr eine Anmeldung nach ¬ß 17 Absatz 1 einem Dritten anzubieten oder zur Verf√ľgung zu stellen, obwohl ein tats√§chlicher Bezug der Wohnung durch einen Dritten weder stattfindet noch beabsichtigt ist.

grMit den klaren Aussagen, die hier getroffen werden, wird der Vermieter in die Pflicht genommen und ist verpflichtet bei der Anmeldung neuer Mieter aktiv mitzuwirken, und so die Wohnungsgeberbest√§tigung auszuf√ľllen. Dies kann der Vermieter √ľbrigens nicht nur handschriftlich mit dem Formular tun, sondern auch elektronisch an die Beh√∂rde √ľbermitteln. Wie dies funktioniert und, was das f√ľr den Mieter bedeutet, erfahren Sie sp√§ter.

Aber auch hier gab es schon √Ąnderungen, so galt die Pflicht der √Ąnderung von Vermietungen zu Beginn, sowohl f√ľr Ein- und Auszug. Im Jahr 2016 wurde hier allerdings eine √Ąnderung vorgenommen, die den Vorgang um einiges erleichtert. Seit 2016 ist die Wohnungsgeberbest√§tigung nur noch bei einem Einzug abzugeben, nicht mehr bei einem Auszug.

Wie bereits erw√§hnt, sind nicht aller Vermieter, vor allem private Vermieter, nicht immer auf dem neuesten Stand und k√∂nnen schnell verunsichert sein, hier helfen die gesetzlichen Vorgaben, die klare Aussagen treffen. Au√üerdem sind vielen Vermietern vielleicht auch andere Begrifflichkeiten eher bekannt. F√ľr die Wohnungsgeberbest√§tigung gibt es n√§mlich zahlreiche Begriffe, die im Alltag oft verwendet werden:

Die Abk√ľrzung f√ľr Wohnungsgeberbest√§tigung ist WGB. Vermietermeldebescheinigung und Einzugsbest√§tigung sind ebenfalls Begriffe, die immer wieder gerne genutzt werden.
Nun gilt es aber auch noch einmal die Frage zu kl√§ren, wer ist √ľberhaupt Wohnungsgeber und muss das immer der Eigent√ľmer einer Wohnung, eines Wohnraumes sein?

Wer ist Wohnungsgeber und verpflichtet, die Wohnungsgeberbescheinigung auszuf√ľllen? Das Gesetz sieht vor, dass der Vermieter der Wohnungsgeber, die WGB unterschreiben muss und so den tats√§chlichen Einzug einer Person in eine Wohnung best√§tigt. Aber wer ist denn nun der Vermieter? Generell gilt hier, der Eigent√ľmer ist derjenige, der den Wohnraum zur Verf√ľgung stellt und auch der Vermieter. Aber auch hier gibt es Ausnahmen.
Es kann auch eine vom Vermieter beauftragte Person daf√ľr zust√§ndig sein, eine Wohnungsgeberbest√§tigung zu unterschreiben. Das ist immer dann der Fall, wenn die Vermietung von Wohnungen √ľber eine externe Firma laufen oder der Vermieter hier eine spezielle Person mit der Vermietung beauftragt hat und dies auch so festgehalten ist.
Aber nicht nur hier gibt es spezielle Vorgaben, wie sieht es aus, wenn eine Wohnung untervermietet wird?

Wer ist bei einer Untermiete der Wohnungsgeber?

Wenn ein Wohnraum zur Untermiete angemietet wird, dann stellt sich hier nat√ľrlich auch wieder die Frage, wer ist nun der eigentliche und tats√§chliche Vermieter der Wohnung. Der Vermieter, der die Wohnung urspr√ľnglich vermietet hat oder der Mieter, der die Wohnung, den Wohnraum, zur Untermiete weitervermietet? Dabei kann es sich hier auch um einzelne Zimmer in einer Wohngemeinschaft oder das Elternhaus handeln.

Immer dann, wenn bereits ein Mietervertrag besteht und dann ein Untermieter einzieht, ein Untermietvertrag geschlossen wird, ist der Mieter, der untervermietet der Wohnungsgeber und somit verpflichtet, die Wohnungsgeberbescheinigung zu unterschreiben.
Gerade, wenn man wieder zur√ľck in das Elternhaus zieht, kann einem schon komisch aufsto√üen, wenn pl√∂tzlich eine Wohnungsgeberbescheinigung f√§llig wird, aber auch hier gilt, in diesem Fall werden die eigenen Eltern zum Vermieter und sind somit verpflichtet die WGB auszuf√ľllen und zu unterschreiben.

Warum gibt es die Wohnungsgeberbescheinigung ?

Warum gibt es die Wohnungsgeberbescheinigung eigentlich und warum wurde diese wiedereingef√ľhrt? Wie bereits oben erw√§hnt, ist die WGB keinesfalls eine neue Erfindung, sondern war bis in das Jahr 2002 Pflicht und musste auch hier bei jedem Umzug vorgelegt werden. Gerade die j√ľngeren Generationen kennen durch das Abschaffen der Verordnung im Jahr 2002 diesen Vorgang aber nicht.

Von 2002 bis 2015 konnte also jeder, sich einfach beliebig anmelden und somit eine Meldeadresse erhalten. Ob, die Person tats√§chlich in die angegebene Wohnung, Adresse eingezogen ist, konnte hier nicht nachvollzogen werden. Genau dieser Umstand f√ľhrte dann aber dazu, dass es hier zu einem hohen Ma√ü an Kriminalit√§t gef√ľhrt hat.

Scheinadressen konnten hier ohne Weiteres eingerichtet werden und Personen konnten von dort aus kriminellen Aktivit√§ten ausf√ľhren. Die Personen konnten nicht aufgefunden werden und waren schnell wieder weg, bevor Konsequenzen ergriffen werden konnten.
Genau, weil dieser Umstand immer häufiger und immer umfangreicher genutzt wurde, gibt es seit dem Jahr 2015 die Wohnungsgeberbestätigung wieder. So wird ein kriminelles Nutzen von Adressen vermieden.

Wichtig ist:

Der Vermieter ist verpflichtet, die Wohnungsgeberbest√§tigung auszuf√ľllen und zu unterschreiben. Vermieter, die sich hier widersetzen, riskieren eine Strafe von bis zu 1000 Euro.
Weiter ist es verboten anderen Menschen eine Adresse zur Verf√ľgung zu stellen, wenn diese nicht tats√§chlich dort einziehen. In diesem Fall macht sich der Vermieter strafbar und es k√∂nnen sogar Strafen, bis hin zu 50 000 Euro entstehen.
Durch die hohen Strafen und die Pflicht der Wohnungsgeberbescheinigung werden kriminelle Nutzungen von Adressen vermieden. In Deutschland hat jeder Mieter die Pflicht, sich innerhalb von 14 Tagen nach einem Umzug umzumelden und somit auch in dieser Frist die Wohnungsgeberbestätigung einzureichen.

Hier handelt es sich also um einen gesetzlichen Weg, um Kriminalität einzuschränken und Täter leichter ermitteln zu können.

Wer muss die Wohnungsbestätigung vorweisen und wer nicht?

Generell gilt hier, dass alle Personen, die in Deutschland zur Miete leben und hier einen Wohnsitz haben, die Wohnungsgeberbest√§tigung abgeben m√ľssen. Das bedeutet, alle Personen mit einem Wohnsitz in Deutschland, die zur Miete wohnen, haben die Pflicht diese Best√§tigung bei der Anmeldung abzugeben und vom Vermieter ausf√ľllen zu lassen.

Was passiert aber, wenn Sie nun in Ihr eigenes Haus einziehen oder die Eigentumswohnung, die frisch gekauft ist, beziehen? Auch hier schreibt das Gesetz vor, dass Sie eine Wohnungsgeberbest√§tigung ben√∂tigen. In diesem Fall l√§uft dies allerdings sehr einfach ab, denn Sie k√∂nnen das Formular hier ganz einfach selbst ausf√ľllen. Dazu schreiben Sie einfach eine schriftliche Erkl√§rung, dass Sie selbst der Eigent√ľmer des Hauses, der Wohnung sind und schon haben Sie die Vorgaben des Gesetzten erf√ľllt und k√∂nnen das Leben im eigenen zu Hause in vollem Ma√üe genie√üen.

Wie gestaltet sich der Prozess der Anmeldung mit einer Wohnungsgeberbestätigung?

Der Ablauf f√ľr die Wohnungsgeberbescheinigung ist relativ einfach, denn hier handelt es sich um ein einfaches Formular. Also keine Angst, auch wenn die deutsche B√ľrokratie f√ľr die komplexen Abl√§ufe und Formulare bekannt ist, ist die WGB doch ein einfach strukturiertes Formular und auch der Ablauf gestaltet sich einfach und schnell.

1. Sie ziehen um, also gilt hier die Frist von 14 Tagen, um sich beim Einwohnermeldeamt der neuen Anschrift anzumelden. Wenn Sie die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt durchf√ľhren, bringen Sie das ausgef√ľllte Wohnungsgeberbest√§tigungsformular einfach schon ausgef√ľllt mit oder erhalten dieses dort.
2. Das Wohnungsgeberbest√§tigungsformular kann entweder vom Einwohnermeldeamt bezogen werden oder es kann im Voraus bereits als PDF ausgedruckt und ausgef√ľllt werden.
3. Der Aufbau des Formulars ist einfach. Es m√ľssen die Namen der meldepflichtigen Mieter eingetragen werden. Die Adresse der Wohnanschrift muss aufgef√ľhrt werden und auch der Name und die Anschrift des Wohnungsgebers m√ľssen enthalten sein. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Formulars ist das Datum des Einzuges. Der Vermieter best√§tigt den Einzug mit seiner Unterschrift.
4. Das Formular wird entweder vom Mieter ausgef√ľllt oder kann gemeinsam mit dem Vermieter ausgef√ľllt werden. Wichtig ist, dass der Vermieter mit der Unterschrift den Einzug best√§tigt.
5. Mit der Abgabe des Formulars der Wohnungsgeberbestätigung ist der Vorgang der Anmeldung abgeschlossen und Sie sind auf der sicheren Seite.
Wie Sie sehen k√∂nnen, gestaltet sich der Ablauf hier besonders einfach, es wird lediglich ein zus√§tzliches Formular f√ľr die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt ben√∂tigt und schon ist alles erledigt.

Aber kann die Wohnungsgeberbestätigung nur handschriftlich mittels Formulars erfolgen oder gibt es hier auch noch andere Wege?

In welcher Form kann eine Wohnungsbestätigung erfolgen?

Generell wird die Wohnungsgeberbest√§tigung √ľber ein Formular erteilt, das vom Vermieter unterschieben wird. Viele erfahrene Vermieter und vor allem Wohnungsgesellschaften sind hier schon gut vorbereitet und haben das Formular bereits vorr√§tig und k√∂nnen hier gut vorsorgen. Aber auch als Mieter kann das Formular einfach vom Einwohnermeldeamt geholt werden oder als PDF ausgedruckt werden. Gemeinsam mit dem Vermieter ausf√ľllen und fertig. Aber es gibt auch noch die M√∂glichkeit, f√ľr den Vermieter die Wohnungsbest√§tigungsbescheinigung elektronisch zu erteilen und so den Prozess noch einmal zu vereinfachen.

Wie funktioniert dies und was bedeutet das f√ľr den Mieter?
Wenn eine Wohnungsgeberbest√§tigung elektronisch √ľbermittelt wird, √ľbernimmt der Vermieter den Vorgang komplett. Gerade gro√üe Gesellschaften oder Vermieter, die mehrere Objekte und Wohnungen vermieten, sind hier oft schneller und √ľbersichtlicher aufgestellt.

Daf√ľr geben die Vermieter die n√∂tigen Daten elektronisch an das jeweilige Einwohnermeldeamt weiter und erhalten dann dazu ein sogenanntes Zuordnungsmerkmal. Auch bei der elektronischen √úbermittlung muss der Vermieter alle vorgegebenen Daten angeben. Der Vermieter ben√∂tigt f√ľr die elektronische Vermittlung in der Regel ein Profil bei der zust√§ndigen Beh√∂rde, durch diese wird sichergestellt, dass hier keine falschen Meldungen erfolgen.

Der Vermieter gibt dieses Zuordnungsmerkmal an den Mieter weiter, der genau dieses dann bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt angibt. So k√∂nnen die Angestellten hier nachpr√ľfen, ob die Wohnungsgeberbest√§tigung vorhanden ist und auch der Vermieter kann sich im Nachhinein dar√ľber informieren, ob sich die meldepflichtige Person auch angemeldet hat.

Wie bereits erw√§hnt, nutzen gerade Vermieter, die viele Objekte vermieten und gro√üe Gesellschaften diesen Weg, da hier ein besserer √úberblick f√ľr die Vermieter entsteht und auch nachvollzogen werden kann, ob sich ein Mieter auch angemeldet hat.

F√ľr den Vermieter gestaltet sich diese Methode noch einfacher, denn hier wird alles vom Vermieter √ľbernommen und lediglich das Zuordnungsmerkmal muss bei der normalen Anmeldung angegeben werden.

Wo gibt es Formulare und wie werden diese bereitgestellt?

Ein Umzug steht an und nun ist es an der Zeit, sich auch auf die Ummeldung oder neue Anmeldung vorzubereiten. Am besten ist es, sich so viel Aufwand wie m√∂glich zu sparen und auch gleich beim neuen Vermieter einen guten Eindruck zu hinterlassen. Also kann es hier schon von gro√üem Vorteil sein, sich das Formular f√ľr die Wohnungsgeberbest√§tigung im Voraus zu besorgen und so gleich bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt parat zu haben.

Ein Formular f√ľr die Wohnungsgeberbest√§tigung k√∂nnen Sie einfach als Download herunterladen und ausdrucken. So sind Sie perfekt vorbereitet. Hier gibt es f√ľr jedes Bundesland unterschiedliche Formulare, die alle als Download erh√§ltlich sind und das kostenlos.

Aber keine Angst, auch wenn Sie dies vergessen haben, k√∂nnen Sie sich einfach bei der Anmeldung ein Formular aus dem Einwohnermeldeamt mitnehmen und Ihrem Vermieter zur Unterschrift vorlegen. So haben Sie den Weg doppelt erf√ľllen, aber trotzdem alle Vorgaben und k√∂nnen sich im neuen zu Hause sicher und wohlf√ľhlen.

Wichtige Fragen zur Wohnungsbestätigung im Überblick!

1. Ist die Wohnungsgeberbestätigung Pflicht?
Ja in Deutschland gilt seit 2015 die Wohnungsgeberbest√§tigung als Pflicht. Jeder B√ľrger muss sich innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt ummelden und hier auch die Wohnungsgeberbest√§tigung vorlegen.
2. F√ľr wen gilt die Pflicht der Wohnungsgeberbest√§tigung?
Alle Personen, die in Deutschland leben und hier einen Wohnsitz haben, gilt auch die Pflicht der Wohnungsgeberbest√§tigung. Wer Eigent√ľmer ist, muss diese Best√§tigung nicht vorweisen, denn hier findet ein Eintrag in das Grundbuch statt.
3. Wer muss die Wohnungsgeberbest√§tigung ausf√ľllen?
Der Vermieter ist verpflichtet, die Wohnungsgeberbest√§tigung auszuf√ľllen. Weigert sich ein Vermieter dies zu tun, muss der Mieter dies dem Einwohnermeldeamt sofort mitteilen. Der Vermieter riskiert hier eine Strafe von bis zu 1000 Euro.
4. Wo erhält man die Wohnungsgeberbestätigung?
Die Wohnungsgeberbest√§tigung ist ein Formular, das es sowohl als Download im Internet gibt als auch im Einwohnermeldeamt zur Verf√ľgung gestellt wird. Hier werden die personenbezogenen Daten der Mieter, das Datum des Einzuges, die Wohnadresse und die Daten des Vermieters eingetragen. Der Vermieter unterscheibt das Formular und best√§tigt so, dass der angegebene Mieter tats√§chlich in die angegebene Adresse eingezogen ist.
5. Wo finden sich die gesetzlichen Vorgaben zur Wohnungsgeberbestätigung?
Die Einzelheiten zur Wohnungsgeberbestätigung sind im Bundesmeldegesetz geregelt und finden sich hier unter dem Paragrafen §19.
6. Wer ist Wohnungsgeber bei einer Untermiete?
Wird ein Wohnraum, eine Wohnung untervermietet, wird der Hauptmieter, der die Wohnung eigentlich angemietet hat, automatisch zum Wohnungsgeber f√ľr den Untermieter. Hier ist also nicht der Eigent√ľmer der Wohnung der Wohnungseber, sondern der Hauptmieter, der dem Untermieter den Wohnraum zur Verf√ľgung stellt.
7. F√ľr was ist die Wohnungsgeberbest√§tigung gut?
Die Wohnungsgeberbest√§tigung soll dazu dienen, das Einrichten von Scheinadressen zu vermeiden. So wird die Kriminalit√§t gesenkt. Damit sind auch hohe Strafen, f√ľr das zur Verf√ľgung stellen von Scheinadressen verbunden.
8. Wann muss eine Wohnungsbestätigung abgegeben werden?
Genau, wie auch jeder B√ľrger die Pflicht hat, sich innerhalb der Frist von 14 Tagen umzumelden, wenn ein Umzug stattgefunden hat, bel√§uft sich auch die Frist f√ľr das Einreichen der Wohnungsgeberbest√§tigung auf 14 Tage nach Einzug.
9. Kann die Wohnungsgeberbestätigung auch elektronisch erfolgen?
Vermieter k√∂nnen die Wohnungsgeberbest√§tigung auch elektronisch √ľber die online Funktionen der Einwohnermelde√§mter √ľbermitteln. Auch hier m√ľssen die Daten der meldepflichtigen Personen, der Wohnung, des Vermieters und das Einzugsdatum angegeben werden. F√ľr den Vermieter bedeutet dies, dass hier nur noch das Zuordnungsmerkmal, das er vom Vermieter bekommt, bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt angegeben werden muss.
10. Muss ein Eigent√ľmer auch eine Wohnungsgeberbest√§tigung vorweisen?
Auch, wenn es das eigene Haus ist, in das eingezogen wird, wird eine Wohnungsgeberbest√§tigung ben√∂tigt. In diesem Fall kann diese aber vom Eigent√ľmer selbst ausgestellt werden und eine Erkl√§rung, dass es sich um das Eigenheim handelt, wird beigelegt.